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Messequartier Dornbirn – Ein Ort mit 1.000 Möglichkeiten

  • Kategorie: Pressemitteilungen

25. April 2017 | April 2017 – „Ein Ort. 1000 Möglichkeiten“ – Das Motto und gleichzeitig ein Versprechen, mit dem das Messequartier Dornbirn für sich wirbt. Anfang April 2017 – pünktlich zum Start der Frühjahrsmesse SCHAU! – wurden die neuen Hallen 9 bis 11 der Öffentlichkeit beim Pre-Opening vorgestellt. Mit dem elliptisch geformten Portal und dem roten Foyer sind die Neubauten nicht nur optisch ein Blickfang, sondern durch architektonische Raffinessen tatsächlich sehr flexibel für die verschiedensten Veranstaltungen nutzbar.

Visualisierung des Entwurfs der Marte.Marte Architekten: Rote Bögen als weithin sichtbarer Eingang

Die Messe Dornbirn ist der größte Marktplatz des Vorarlbergs, dem westlichsten Bundesland Österreichs. Jährlich finden hier neben den großen Fach- und Publikumsmessen auch Sportveranstaltungen, Konzerte, Firmenfeiern, Bälle und Ausstellungen aller Art statt. Rund 200 Veranstaltungen locken jedes Jahr mehr als 400.000 Besucher und über 1.600 internationale Aussteller ins Messequartier Dornbirn.

Architektur: Markante Ellipsen und leuchtendes Rot

Nach 40 Jahren im Betrieb entsprachen die alten Hallen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Stadt Dornbirn und das Land Vorarlberg haben als Eigentümer der Messe gemeinsam 28 Millionen Euro in die Hand genommen und hochmoderne Ausstellungs- und Veranstaltungshallen errichten lassen. Die Pläne stammen von den renommierten Architekten Marte.Marte, die einen monolithischen Baukörper entworfen haben, der beide Hallen und beide Foyers umfasst und durch drei markante, ellipsenförmige Einschnitte gekennzeichnet ist. Die Architekten Bernhard Marte und Stefan Marte setzten sich 2014 mit ihrem Entwurf bei einem Wettbewerb für dieses Objekt durch. Mit der Ausschreibung suchten die Eigentümer nach Ideen für Messe- und Veranstaltungshallen, die zeitgemäße Markt- und Kommunikationsveranstaltungen ermöglichen und gleichzeitig die Positionierung der Region Vorarlberg für innovative Architektur unterstreichen. In der Bewertung des Preisgerichts ist über den Gewinner-Entwurf zu lesen:

„Das Projekt überzeugt durch eine betont eigenständige und durchweg schlüssige Interpretation der gestellten Aufgabe. Es entsteht ein monolithischer Baukörper, der durch wenige markante Einschnitte eine Gliederung erlangt, die dem vorgegebenen Programm bestens entspricht. Das räumliche Gefüge ist trotz aller Pragmatik spannungsvoll und eröffnet der Messe zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten und eine unverwechselbare Präsenz. (…) Die Raumfolgen schaffen eine unverwechselbare Identität und insgesamt einen beträchtlichen Mehrwert.“

Die Fassade des gesamten Komplexes ist mit mattschwarzem Wellblech verkleidet, wodurch ein leuchtender Kontrast zu den roten, geschwungenen Halleneingängen entsteht. Form und Farbe dieser Elemente spiegeln sich im „Roten Foyer“ wieder: Wände, Decken und Fußboden sind im gleichen Rotton gehalten und die elliptischen Fassadeneinschnitte finden sich in raumteilenden Bögen wieder.

Halle 11 bietet 4.800 m2 Platz, eine Raumhöhe von 11 m und 9.000 Steh- oder 4.000 Sitzplätze. Die kleinere Halle 9 weist immerhin noch 3.000 m2 Fläche auf. Das Fassungsvermögen entspricht den Anforderungen des Marktes. „Den Architekten ist ein großartiger Entwurf eines Holzbaus gelungen, der Zweckmäßigkeit, Ästhetik und Funktionalität perfekt zusammenführt“, sagt Uwe Jöst, Geschäftsführer der SWISS KRONO GmbH.

Holzbau: Dachkonstruktion überspannt 8.000 m2

Die Hallen 9 und 11 wurden in Holzbauweise realisiert. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass es die Architekten von Marte.Marte geschafft haben, große Teile der neuen Hallen mit Holz zu bauen. Für die Messe Dornbirn ist das ein weiteres Bekenntnis zum Holzbau- und Architekturland Vorarlberg und zur Leistungsfähigkeit der heimischen Unternehmen“, sagt Herbert Rella, Projektleiter von Seiten der Messe Dornbirn. Die tragenden Konstruktionen und die Wand- und Deckenverkleidungen sind in Holz ausgeführt. Die Dachkonstruktion setzt sich aus 65 Fachwerkträgern zusammen, die jeweils 4,5 m hoch und bis zu 66 m lang sind. Diese Fachwerkträger wurden auf 11 m hohe Stützen, die im Abstand von 1,80 m auf beiden Seiten die Außenwände bilden, aufgesetzt. Ohne weitere Stützen wird für beide Hallen auf diese Weise eine Fläche von insgesamt fast 8.000 m2 überspannt. Eine Dimension, bei der innovative Planungsleistungen der Architekten und Statiker nötig waren und bei der man zumindest in Mitteleuropa nach Vergleichbarem suchen muss.

Für die Vorfertigung der Träger war das Unternehmen Kaufmann Bausysteme aus Reuthe verantwortlich. Bereits im Januar 2016 hat Kaufmann Bausysteme einen Prototyp der je 66 m langen und 17,5 t schweren Dachbinder aus Brettschichtholz probeweise aufgestellt und die Konstruktion erfolgreich getestet.

Die Holzbauer von Kaufmann haben die tragenden Kastenelemente für die Dachflächen mit SWISS KRONO OSB/3 EN300 Contifinish® (25 mm, geschliffen) beplankt und verklebt. Die Außenwände der Messehallen wurden als vorgefertigte Holzrahmenelemente an die tragenden Brettschichtholzstützen von außen als durchlaufende Hülle verschraubt. Die Deckenflächen über den Untergurten der Kantholzbinder wurden als Lauffläche für Installationen und Leitungen sowie für das Heiz- und Lüftungssystem verwendet. Nur ein geringer Teil des Untergurtes bleibt sichtbar.

Der Baustoff Holz kommt auf innovative Weise in mehreren Bereichen zum Einsatz: beim Tragwerk der Wände, bei den darauf gelegten Fachwerkträgern und bei der Innenverkleidung der Hallen. „Durch die Verwendung des Baustoffes Holz ergeben sich für den Neubau zahlreiche Vorteile. Besonders das sehr gute Verhältnis von Leistung und Wirtschaftlichkeit sowie die positive CO2-Bilanz sind hier zu nennen“, betont Herbert Rella die Bedeutung des Projekts für den Holzbau. Auch die Innenverkleidungen der zwei Hallen bestehen aus Holz. Vorarlberger Holzbauer demonstrieren damit eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des Werkstoffes Holz.

Geschafft: Pre-Opening im Rahmen der SCHAU!

Obwohl Teilbereiche der noch im Rohbau befindlichen Halle bereits zur Herbstmesse 2016 als Ausstellungsfläche eingeweiht wurden, erfolgte das Pre-Opening der Hallen 9 bis 11 erst mit Beginn der Frühjahrsausstellung SCHAU! am 6. April 2017. Im Sommer 2017 werden dann auch die letzten Arbeiten offiziell abgeschlossen sein. Sabine Tichy-Treimel, Geschäftsführerin der Messe Dornbirn sagte: „Das Messequartier wird mit der Eröffnung der neuen Hallen überregional zum Ort der tausend Möglichkeiten. Insbesondere zeitgemäße Markt- und Kommunikationsevents sollen hier eine neue Heimat finden.“

Das Messequartier ist dabei nicht nur der Austragungsort eigener Veranstaltungen, sondern stellt auch das größte Sportzentrum der Region dar und es kann für Galaveranstaltungen, Firmenfeiern und Bälle angemietet werden. Die eine oder andere Gastmesse wird 2017 ihre Premiere in den neuen Hallen haben, zum Beispiel die „Babywelt“ oder die „Gesundheit und Wellness“. Für 2018 hat mit der Comic Con eine international renommierte Messe zugesagt. Mit Luke Mockridge und Mario Barth haben sich für 2017 zwei Stars der Comedy-Szene angekündigt. Sportlich wird es zur Hallen-Radsport Weltmeisterschaft oder bei der Weltgymnaestrada.

Das Messequartier Dornbirn weist nun insgesamt eine Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche von 34.000 m2 in 15 Hallen auf. Das Freigelände umfasst eine Fläche von 18.000 m2. Dass die Investitionen in die neuen Hallen mit anspruchsvollem Tragwerk aus Holz eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des Messequartiers Dornbirn war, zeigt bereits jetzt das hohe Interesse verschiedener Veranstalter an den Räumlichkeiten. Die hochfunktionalen, architektonisch reizvollen Hallen tragen somit zu einer außerordentlichen Aufwertung des Messeareales bei.

Der Bau der neuen Hallen wurde dokumentarisch im Neubau-Blog der Messe Dornbirn festgehalten: http://www.messedornbirn-neubau.at/

Die Fakten auf einen Blick:

Gebäudeart
Neubau Messehallen
Bauherr
Messe Dornbirn GmbH, Messeplatz 1, 6854 Dornbirn, Vorarlberg/Österreich, www.messedornbirn.at
Baujahr
September 2015 - April 2017
Architekten
Marte.Marte Architekten ZT GmbH, Neustadt 37, 6800 Feldkirch, Österreich, www.marte-marte.com
Projektsteuerung
Gbd Projects ZT GmbH, Steinebach 13, 6850 Dornbirn, Österreich, www.gbd.at
Holzbauer / Ausführende Unternehmen

Arbeitsgemeinschaft aus:


Bildmaterial

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Visualisierung des Entwurfs der Marte.Marte Architekten: Rote Bögen als weithin sichtbarer Eingang

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Visualisierung des Entwurfs der Marte.Marte Architekten: Vision eines monolithischen Baukörpers

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Visualisierung des Entwurfs der Architekten Marte.Marte: Das „Rote Foyer“

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Die Hallen entstehen: 66 m Spannweite ohne Stützen in der Mitte

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Sowohl die tragenden Wände als auch die Deckenkonstruktion aus Holz und Holzwerkstoffen

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Tragwerkskonstruktion aus Holz mit hohen Ansprüchen an die Statik

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Bereits im Rohbau werden die imposanten Dimensionen deutlich

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Schließen der Außenhülle durch Holzrahmenbauelemente

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OSB-Beläge aufliegend auf den Untergurten der Fachwerkträger zum Verlegen der Leitungen, Kabel und Installationen

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Raum und Flächen für Installationen über dem Untergurt der Fachwerkträger

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Installationsschächte an der Unterseite der Dachelemente, entlang der Obergurte an den Fachwerkträgern

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Vorfertigung der Kastenelemente im Werk von Kaufmann Bausysteme

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Beplankung der Kastenelemente mit SWISS KRONO OSB/3 EN300

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Knotenpunkt der Stahlstreben für die Wandaussteifung

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Fußdetail der tragenden Brettschichtholzstützen der Außenseite

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Untergurtstoß mit Schlitzblechen und Stabdübeln

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Die typische Form der Einschnitte ist schon erkennbar

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Rote Verkleidung des ellipsenförmigen Eingangsbereichs

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Das Eingangsportal als kontrastreicher Blickfang

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Farbe und Form der ellipsenförmigen Fassadeneinschnitte werden im Foyer wieder aufgegriffen

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Gäste der Eröffnungsfeier im „Roten Foyer“

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Bei der feierlichen Eröffnung (v.l.n.r.): Architekt Bernhard Marte, Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Landeshauptmann Markus Wallner, Messe-Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel, Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Dornbirn Otto-G. Mäser, Architekt Stefan Marte

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3D-Ansichten der Tragwerksplanung / Holzbaukonstruktion

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3D-Ansichten der Tragwerksplanung / Holzbaukonstruktion

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Querschnitt durch die Hallen

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Über die SWISS KRONO GmbH

Im Jahr 2000 als KRONOPLY GmbH gegründet, gehört die heutige SWISS KRONO GmbH mit Sitz in Heiligengrabe zur SWISS KRONO GROUP, einem der weltweit führenden Holzwerkstoffunternehmen. Die SWISS KRONO GmbH ist einer der erfolgreichsten Hersteller von OSB-Platten in Europa. Weitere Kernkompetenzen sind die MDF- und HDF-Produktion sowie die Herstellung hochwertiger Dämmstoffe aus Holzfasern. Das Unternehmen bietet kundenorientierte Lösungen mit innovativen ökologischen Produkten sowie umfassende Beratung und Betreuung. Mit über 700 Mitarbeitern am Standort Heiligengrabe produziert die SWISS KRONO GmbH im Bewusstsein ihrer gesellschaftlichen Verantwortung aus dem natürlichen Rohstoff Holz individuelle Holzwerkstoffe.
www.swisskrono.de

Pressekontakt
Ute Bachmann
Tel: +49 (0)176 99938586
Fax: +49 (0)3222 3350590
E-Mail: ed.kcawon-rutnegaebrew(ta)nnamhcab.u

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16909 Heiligengrabe
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