Downloads Referenzen Elementbauweise Bauen mit Holzwerkstoffen

Ist der konventionelle Massivbau genauso ökologisch wie der Holzbau?

Anfang des Jahres 2017 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. – kurz DGfM – veröffentlicht. Sie soll belegen, dass ein in konventioneller Massivbauweise errichtetes Haus bei einer Lebensdauer von 50 bis 80 Jahren eine bessere Ökobilanz aufweist als ein Holzhaus. Umfassende Nachhaltigkeitsbewertungen sollen außerdem ergeben haben, dass ein Holzhaus nicht nur gleichwertig ökologisch sei, sondern auch teurer.

Derzeit werden in Deutschland circa 15 Prozent aller Ein- und Zweifamilienhäuser in Holzbauweise errichtet – Tendenz steigend. Das Bewusstsein deutscher Bauherren hat sich über die Jahre verändert. Vor allem nachhaltige und umweltschonende, aber auch wohngesunde Materialien finden immer mehr Beliebtheit. Grund genug für die Mauerwerkslobby ihren Löwenanteil von immerhin 75 Prozent der Baubranche zu verteidigen. Das könnte einer der Gründe sein, warum die DGfM drei Studien u.a. bei der TU Darmstadt in Auftrag gegeben hat, die diesem wachsenden Marktanteil der Holzbaubranche den Wind aus den Segeln nehmen sollen. An den wissenschaftlichen Untersuchungen waren außerdem die ARGE Kiel – Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. und die LCEE – Life Cycle Engineering Experts GmbH, Darmstadt beteiligt.

Wir von SWISS KRONO, als weltweit agierender Hersteller von ökologischen Holzwerkstoffen, finden diese sich rasend schnell verbreitende Studie teilweise etwas zu allgemein gehalten und halten es für nötig, manche Aussagen noch einmal aus einer differenzierteren Sichtweise zu betrachten. Anlässlich dieser Aussagen möchten wir an dieser Stelle die belegbaren Vorteile vom Bauen mit Holz darstellen.

Rohstoff – Produktion zum Werkstoff

Kein anderer Rohstoff bringt eine solche Produktvielfalt mit sich, wie Holz: Es ist zeitlos schön, hat ein geringes Eigenwicht und ist trotzdem flexibel und zugleich stabil, feuchtigkeitsregulierend und atmungsaktiv und selbst kleinste Teilchen oder Produktions-Abfälle können wieder verwendet werden. Damit erfüllt Holz modernste Ansprüche einer nachhaltigen und voll ausgenutzten Kreislaufwirtschaft und ist allein deshalb ein ökologisch wertvoller und zukunftsweisender, grüner Baustoff. Denn: Nachhaltiges Bauen bezieht sich auf alle Phasen des Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Planung und dem Bau über die Nutzung und Erneuerung bis hin zum Rückbau und der Entsorgung.

Zu jeder Zeit sind der sparsame Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen, sowie die möglichst geringe Belastung der Umwelt, oberstes Gebot. SWISS KRONO hat sich deshalb eigene strenge Nachhaltigkeitskriterien auferlegt, die von allen Standorten eingehalten werden. SWISS KRONO Deutschland verwendet daher Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus heimischen Wäldern. Deshalb tragen die OSB-Produkte und Holzfaserdämmstoffe das PEFCTM-Siegel. SWISS KRONO spricht sich außerdem ausdrücklich für die Kaskadennutzung des Rohstoffes Holz aus. D.h. die energetische Verwertung von Holz sollte erst am Ende der Nutzungskette stehen, nach dem es z.B. in Form von Holzwerkstoffen in Gebäuden verbaut wurde.

Es wird außerdem auf möglichst kurze Transportwege, erneuerbare Energien und auf die vollständige Verwertung der Rohstoffe geachtet. Des Weiteren erfolgt die Herstellung der Holzwerkstoffe praktisch CO2-neutral. Außerdem werden alle SWISS KRONO OSB Platten mit 100 Prozent formaldehydfreien Bindemitteln verleimt, welche einen absolut ökologischen und wohngesunden Holzwerkstoff garantieren.

Produktlebenszyklus

Am Anfang steht der Rohstoff Holz – der Wald selbst ist die Fabrik! Laut dem Bundesverband Deutscher Fertigbau, wächst in Deutschland in nur 23 Sekunden genug Holz für ein Fertig-Einfamilienhaus nach. Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff, der während seiner gesamten Wachstumsphase, das klimaschädigende Kohlendioxid bindet und weist damit eine sehr gute Klimabilanz auf. Ein Kubikmeter Holz entzieht der Atmosphäre ca. eine Tonne Kohlenstoff, der erst wieder am Ende des Produktlebenszyklus freigesetzt wird - beispielsweise bei der thermischen Verwertung. Zu beachten ist, dass hier nicht mehr CO2 in die Umwelt gelangt, als ursprünglich gespeichert wurde.

Das bedeutet unter anderem, dass Holz und Holzwerkstoffe über den gesamten Lebenszyklus eine sehr gute Ökobilanz aufweisen, welche wiederum belegt, dass es sich um einen absolut nachhaltigen Baustoff handelt. Während des gesamten Produktlebenszyklus leisten Holzwerkstoffe beachtliches: Ob in puncto Nachhaltigkeit, Wohlbefinden und Raumklima oder vielen weiteren nennenswerten Vorteilen, die in den folgenden Absätzen näher erläutert werden.

CO2-Reduzierung und Speicherung

Der Wald – ein natürlicher Kohlenstoffspeicher: Ca. 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff sind derzeit in deutschen Wäldern gespeichert. Ein Hektar Wald bindet jährlich ca. 13 Tonnen CO2. Der Wald entzieht durch die Photosynthese auf natürliche Art und Weise das Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Bei diesem Vorgang wird mit Hilfe von Licht das Kohlendioxid-Molekül zerlegt – dabei wird das „schlechte“ Kohlenstoff-Atom gebunden und das „gute“ Sauerstoff-Atom wieder freigesetzt. Der Kohlenstoff bleibt hierbei dauerhaft gebunden oder besser gesagt gespeichert. Bei Holzprodukten spricht man daher nicht wie beim Wald von Kohlenstoffsenkung, sondern von Kohlenstoffspeicherung, da Holzprodukte selbst das CO2 nicht binden sondern es eben „nur“ gespeichert in sich tragen.

Holzwerkstoffe speichern also CO2 langfristig: Jedes Holzprodukt – ob Brettschichtholz, OSB-Platten, ganze Häuser aus Holz, Möbel oder Parkett- und Laminatböden – alle binden Kohlenstoff, den die Bäume der Atmosphäre einst entzogen haben. Aus globaler Sicht ist es also sinnvoll, ein Maximum an CO2 langfristig in Gebäuden einzulagern, um damit aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Wenn wir also Holz als Baustoff für Neubauten, Modernisierungen, Anbauten, Aufstockungen, Böden oder Möbel verwenden, wird der gebundene Kohlenstoff langfristig eingespeichert und das über den gesamten Produktlebenszyklus.

Jeder Kubikmeter Holz, der als Ersatz für andere Baustoffe verwendet wird, reduziert die CO2-Emissionen in der Atmosphäre um durchschnittlich eine Tonne.

Bauweise – Zeit und Kosten

In der Studie vom DGfM wird unter anderem gesagt, dass Mauerwerk nicht nur genauso ökologisch sei, sondern ein Holzhaus auch noch teurer.

Wissenschaftler haben ermittelt, dass der Neubau von Einfamilienhäusern aus Stein durchschnittlich um mehr als 4 Prozent günstiger sei als die Variante aus Holz. Das hat die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. – kurz ARGE – aus Kiel ermittelt.

Unbestritten sind die faktisch höheren Materialkosten. Qualität hat eben ihren Preis, den immer mehr Bauherren auch gewillt sind zu bezahlen. Betrachtet man jedoch die gesamte Planungs-, Bau-, und Wohnphase, rechnen sich die Investitionskosten schnell wieder.

Im Gegensatz zum Mauerwerks- und Betonbau ist der Holzbau eine Trockenbauweise, bei der ein Haus aus vorgefertigten Elementen binnen weniger Tage regendicht montiert werden kann. Durch den hohen Vorfertigungsgrad lassen sich Schwachstellen wie Fugen, Materialwechsel, Baufeuchte und lange Bauzeiten gezielt vermeiden. Des Weiteren spart man Platz für Lagerung der Baustoffe, da die vorgefertigten Elemente termingerecht angeliefert und direkt montiert werden.

Hier liegt vor allem die Zeitersparnis im Vordergrund, wenn man dieses mit einer konventionellen Massivbauweise vergleicht. Kurze Bauzeiten, bedeuten nicht nur weniger Kosten für die Gewerke, sondern machen auch einen schnelleren Bezug möglich und sparen somit weitere Mietkosten. Außerdem hat Holz noch einen weiteren Vorteil: Durch das im Verhältnis geringe Eigengewicht, ist es dennoch extrem stabil. Gerade beim Thema Aufstockung lassen sich mit Balken, Paneelen und Platten auf Dächern bestehender Gebäude gleich mehrere Geschosse realisieren, was gerade im städtischen Bereich von Vorteil ist, da es wenig Platz für Neubauten gibt.

Energieeffizienz – der richtige Dämmstoff

Neben den konstruktionstechnischen Vorteilen hat Holz außerdem ausgezeichnete Dämm- und Isoliereigenschaften. Alternative Energie-Konzepte wie Null-Energie- oder Passiv-Häuser sind bei beiden Bauweisen problemlos umsetzbar. Nur wer konventionell baut, greift im seltensten Fall zu ökologischem Dämmmaterial. Beim Mauerwerk wird üblicherweise mit sehr günstigem aber umweltbelastenden Material wie Blähton, Calciumsilikat, Perlit, Schaumglas, Glaswolle und Steinwolle oder Polystyrol gedämmt. Hier haben Bauherren vergleichsweise geringe Materialkosten, jedoch ist weder die Herstellung klimafreundlich noch die Entsorgung.

Bei der Holzbauweise wird meist mit nachhaltigen Dämmstoffen wie Flachs, Hanf, Holzfaser, Holzwolle oder Zellulose gearbeitet, welche auch von vielen Kommunen gefördert werden.

Letzteres ist unter anderem auch Ziel des DGfM – denn laut DGfM seien Bauherren gezwungen, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen: Wärmepumpen, Solarthermie und Lüftungswärme-Rückgewinnung würden zwar die Energieeffizienz erhöhen, diese Technik verursache jedoch unverhältnismäßig hohe Kosten. Das sei Bauherren ohne staatliche Förderung aber nicht zuzumuten. Daher die Forderung: mehr Förderung von Bund und Ländern, damit deutschen Bauherren die angeblich genauso ökologische Massivbauweise noch attraktiver erscheint.

Wohnraum und Wohngesundheit

Holz ist (wohn)gesund! Warum - erklären wir gern an dieser Stelle.Nicht nur, dass die Vorteile beim Bauen mit Holz überwiegen, da eine kurze Bauzeit gegeben und Eigenleistungen im Innenausbau möglich sind, sondern es kann auch nachträglich variabel verändert werden, wenn sich die Bedürfnisse einmal ändern sollten. Der Baustoff Holz lässt auch Allergiker aufatmen, denn Holz und Holzwerkstoffe sind extrem wohngesunde, emissionsarme Baumaterialien. Wichtig ist nur, dass Verbraucher genau hinsehen und sich für zertifizierte Qualitätsprodukte entscheiden. Die Holzwerkstoffe von SWISS KRONO sind besonders ökologisch nachhaltig und absolut wohngesund. Außerdem sind sie gesundheitlich unbedenklich, da sie frei von schädlichen Bindemitteln produziert werden und das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten heimischen Wäldern stammt.

Holz ist zeitlos schön und schafft behagliche, wohngesunde Räume zum Leben. Der Rohstoff Holz hatte schon immer eine besondere Wirkung auf den Menschen – es wird als warm und behaglich empfunden. Es wirkt sich nachweislich positiv auf das Raumklima aus und zeigt sogar antibakterielles Verhalten gegenüber anderen Baustoffen, welches sich nachweislich positiv auf den menschlichen Organismus auswirkt.

In Bezug auf Nachhaltigkeit und Ökologie ist besonders hervorzuheben, welchen positiven Einfluss Holz auf das Raumklima hat: Die als Bioklima bezeichneten atmosphärischen Umwelteinflüsse wirken auf unseren Körper und haben damit positive, wie nachteilige Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit. Holz weist hier signifikant positive Werte auf, die es zu einem absolut wohngesunden Baustoff machen. Eine Studie des Netzwerkes Holzcluster Steiermark und des Human Research Institut für Gesundheitstechnologie und Präventionsforschung belegt, dass Schüler in hölzerner Umgebung besser lernen, eine niedrigere Herzfrequenz haben und sich wohler fühlen.

Holz wirkt außerdem feuchtigkeitsregulierend und nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt diese bei trockener Luft wieder ab. Offenporiges Holz kann sogar Schadstoffe binden, Luft filtern und auf diese Weise das Raumklima verbessern. Des Weiteren lädt sich Holz nicht elektrostatisch auf, zieht deswegen keinen Staub an und ist daher auch besonders geeignet für Allergiker. Ob Ästhetik, Haptik, Antistatik, Geruch oder natürliche Feuchtigkeitsregulierung – Holz überzeugt auf ganzer Linie.

Und wem diese Vorteile noch nicht ausreichend erscheinen, kann sich beim Holzbau über mehr Wohnraum freuen: Wer mit Holz baut, hat bei mind. gleichem Energiestandard vergleichsweise schlanke Außenwände, die ca. 10 Prozent mehr Wohnraum ergeben im Gegensatz zur konventionellen Massivbauweise.

Brandschutz

Stets wirbt die Mauerwerksbranche mit dem Slogan: „Stein brennt nicht!“

Außerdem sollen Bauherren, die mit Holz bauen, versicherungstechnisch tiefer in die Tasche greifen müssen – jedoch gibt es durchaus Versicherungen die Stein und Holz gleichwertig behandeln. Viele glauben ein Holzhaus brennt schneller als ein konventionell errichtetes Gebäude. Doch im Brandfall, ist es in der Regel die Einrichtung, die als erstes zu brennt, bevor die Flammen tatsächlich auf die Konstruktion übergehen.

Holz schützt sich außerdem von Natur aus gegen Brandeinwirkung! Bei Feuer bildet Holz eine Verkohlungsschicht, die den Abbrand hemmt. Dies macht Holz im Brandfall berechenbar! Denn auch in puncto Brandschutz kann Holz heute überzeugen: Keine Frage - Holz ist ein brennbarer Baustoff, doch tatsächlich haben tragende Elemente aus Holz im Brandfall sogar Vorzüge: Holzbalken halten Feuer oft länger stand als Stahlträger, die in der Hitze schnell ihre Tragfähigkeit verlieren und versagen.

Des Weiteren müssen auch oder gerade für den Brandschutz im Holzbau wesentliche baurechtliche Vorgaben, aber auch materialspezifische Eigenschaften beachtet werden. Ein modernes Holzhaus erfüllt ebenso alle Anforderungen des Brandschutzes, wie ein Gebäude, das auf herkömmliche massive Beton- oder Mauerwerks-Bauweise errichtet wurde und steht dem auch in mehrgeschossiger Bauweise in nichts nach. Historisch gesehen können Holzbauten Einiges – viele der ältesten Gebäude der Welt sind aus Holz.

Vorwurf Raubbau

Dr. Sebastian Pohl vom LCEE-Beratungsinstitut sieht beim aktuellen Verbrauchsniveau von Holz in allen Anwendungsbereichen der Energie-, Möbel-, Papier- und Bauindustrie eine „ökologische Gefahr“. Der Wissenschaftler warnt vor einem „Raubbau am Forst“: „Die Situation bei den für Baukonstruktionen entscheidenden Nadelhölzern – insbesondere bei der Fichte – ist problematisch. Die Bundeswaldinventur hat ergeben, dass der Verbrauch hier um 15 Prozent über der natürlichen Nachwachsrate liegt.“

In der Holzbaubranche stoßen diese Zahlen auf Unverständnis. Laut Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrat, wachsen in deutschen Wäldern jährlich mehr als 120 Millionen Kubikmeter, wovon allein 100 Millionen nachhaltig genutzt werden könnten – verbraucht werden aber nur rund 80 Millionen. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau hat die für den Bau eines Holzfertighauses benötigte Holzmenge ausgerechnet; „sie wächst in deutschen Wäldern innerhalb von 23 Sekunden nach“, teilt Sprecher Christoph Windscheif mit. „Hinzu kommt, dass der Marktanteil des Holzfertigbaus in Deutschland regional sehr unterschiedlich ist. Besonders viele Holzhäuser werden genau dort gebaut, wo viel Wald wächst – kein Zufall.“.

Dabei ist die Fichte ein echter Klassiker unter den Nadelbäumen. Sie ist die am meist verbreitetste Baumart Deutschlands und macht ganze 25 Prozent des deutschen Waldbestandes aus. Ihr Holz ist besonders leicht, fest und elastisch zugleich und eignet sich hervorragend für den Bau von Möbeln und Häusern und wird außerdem als Rohstoff in der Papierindustrie genutzt. Tatsächlich geht der Fichtenbestand zurück: Jedoch nicht weil sie verschwenderisch und sinnlos geschlagen wird, sondern weil die deutsche Forstwirtschaft die schnell nachwachsenden Nadelwälder nach und nach in Mischwälder umwandelt, um gezielt und nachhaltig Monokulturen zu vermeiden.

Das Holz-Zentralblatt schreibt: Konkurrenzverband schießt Eigentor – DGfM versucht Nutzung von dem Rohstoff Holz negativ darzustellen.“
Copyright / Quelle: Holz-Zentralblatt Nr. 7 vom 17. Februar 2017, Seite 171

Erst kürzlich wurde die Fichte erstmals zum Baum des Jahres gewählt. Die Fichte ist überwiegend im süddeutschen Raum heimisch, ist und bleibt fester Bestandteil deutscher Wälder und wird sicher nie gänzlich aus deutschen Wäldern verschwinden. Dieses bestätigte auch Michael Höcker von ProHolz Bayern: „Die Fichte wird nie komplett verschwinden, weil sie nach wie vor der Brotbaum der Landwirtschaft ist. Es wird auch sehr viel Forschungsarbeit in Sachen Laubholz betrieben und wir werden in wenigen Jahren die Buche als Bauholz etabliert haben."
(Quelle: www.br.de/nachrichten/holzhaeuser-im-trend-100.html)

Für die Holzwerkstoffe von SWISS KRONO dient übrigens überwiegend Kiefernholz als Rohstoff. Kiefern sind wenig anspruchsvoll und wachsen auch auf besonders trockenem oder kargem Boden. Daher ist Kiefernholz auch bestens für die Verarbeitung zum Holzwerkstoff geeignet und vor allem langfristig betrachtet in großen Mengen und konstant verfügbar.

Potenziale Baustoff – Substitution von mineralischen Gebäuden

Die Potenziale, die im ältesten Baustoff der Welt stecken, sind in Hinblick auf den Klimaschutz signifikant und wurden kürzlich erst von der Uni Bochum bestätigt.

Diese umfassende Studie wurde im Rahmen des Waldklimafonds vom Bundesministerium für Umwelt, Natur, Bau- und Reaktorsicherheit gefördert.

Diese wissenschaftliche Untersuchung beinhaltet umfassende Treibhausbilanzierungen von Holzgebäuden und Substitutionsfaktoren, welche die enormen Potenziale vom Bauen mit Holz bestätigen. Darüber hinaus ist eines der Resultate, dass der Marktanteil der Holzbranche weiter wachsen muss, um diese Potenziale voll auszuschöpfen. Um die Auflagen des Kyoto-Protokolls einhalten zu können, ist gerade die Substitution von mineralischen Gebäuden mit dem Holzbau ab sofort notwendig.

Fazit

Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff, der nicht nur bei der Verarbeitung zu Holzwerkstoffen weitaus weniger CO2 ausstößt als konventionelle Baustoffe wie Stahl, Beton, Kunststoff, Ziegel oder Aluminium, sondern ist gleichzeitig auch der einzige Baustoff, der das gefährliche Treibhausgas Kohlendioxid bindet und speichert.

Holzhäuser haben gegenüber dem Massivbau deutliche Vorteile in der Kohlenstoffspeicherung, Konstruktion, Wohnklima und der Verwendung von nachwachsenden und umweltgerechten Baustoffen. Holz lässt aufatmen und sorgt nachweislich für ein gesundes und ausgeglichenes Raumklima. Holz ist zeitlos schön, vielseitig, zukunftsweisend und nicht immer eine Frage des Preises, sondern vielmehr eine Frage der inneren Einstellung.

Abschließend ein schönes Zitat von Melanie Wollenweber, Sprecherin des Deutschen Holzwirtschaftsrat – kurz DHWR: „Die besonderen Leistungen von Holz bezüglich Klimafreundlichkeit und Vorfertigung seien unbestritten – diese Leistungen in Frage zu stellen, sei weder zeitgemäß noch zukunftsträchtig. Dass Holz nicht dogmatisch als alleiniger Baustoff genutzt werden muss, versteht sich von selbst. Große Erfolge könnten beispielsweise mit einer Hybridbauweise erreicht werden, bei der die Baustoffe nach ihrer jeweiligen Eignung ausgewählt werden.“ Aus Sicht des DHWR sei es unerlässlich, dass die Branche den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam begegne.

­

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Erklärung zum Datenschutz