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Tauwasserberechnung

Mit Hilfe unserer Datenbank können Sie bequem online den Tauwasserausfall nach Glaser gemäß DIN 4108-3 berechnen. Fügen Sie dazu einfach die Materialien des Außenwand- oder Dachaufbaus aus der untenstehenden Auswahl durch Anklicken ein.

+ Übergang innen
Übergang aussen
In dieser Konstruktion fällt kein Tauwasser aus

Alle Schichten löschen

Name Dicke Lambda Diffusionswert
+ SWISS KRONO OSB 12 0.13 200
+ SWISS KRONO OSB 15 0.13 200
+ SWISS KRONO OSB 18 0.13 200
+ SWISS KRONO OSB 22 0.13 200
+ SWISS KRONO OSB 25 0.13 200
+ SWISS KRONO DP50 15 0.09 11
+ SWISS KRONO WP50 15 0.09 11
+ Gipskartonbauplatte 9.5 0.25 8
+ Gipskartonbauplatte 12.5 0.25 10
+ Gipsfaserplatte 10 0.31 10
+ Gipsfaserplatte 12.5 0.31 10
+ PE Folie sd=20,00 m 0.2 1 100000
+ Konstruktionsvollholz 60 0.13 41
+ Konstruktionsvollholz 240 0.13 41
+ Faserdämmstoff 0.032 1
+ Faserdämmstoff 0.035 1
+ Faserdämmstoff 0.04 1
+ EPS 0.035 100
+ XPS 0.03 250
+ Holzfaser 0.045 5
+ PU Dämmstoff 0.025 150
+ Polystyrol 0.038 80
+ Spanplatte 13 0.13 50
+ Sperrholz (500 kg/m³) 15 0.13 70
+ Kalkzementputz 15 0.87 35
+ Porenbeton 240 0.29 5
+ Dampfdiffusionsoffene Folie 0.2 1 100
+ Luftschicht 22 7.73 1
Name Dicke Lambda Diffusionswert
+


Im Berechnungstool wird nicht angezeigt, wie viel Tauwasser ausfällt. Trotzdem können Sie anhand der Angaben abschätzen, wie sicher die Konstruktion ist:

  1. Wenn der Ist-Wert deutlich niedriger ist als der Satt-Wert, dann kann man von einer sicheren Konstruktion sprechen.
  2. Liegt Ist nur knapp über Satt fällt zwar Tauwasser aus, aber es ist nicht zwingend mit Schäden zu rechnen.
  3. Ist der Ist-Wert wesentlich höher als der Satt-Wert, dann ist auf jeden Fall eine Optimierung des Aufbaus nötig.

Was ist Tauwasser überhaupt?

Je nach Temperatur und Luftdruck nimmt die Luft unterschiedlich viel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf auf. Tauwasser entsteht durch die Abkühlung warmer Luft, da kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann. Wenn im Winter die warme, feuchte Innenluft auf dem Weg durch die Wand oder das Dach abkühlt, kann durch Kondensation Tauwasser – oder auch Kondenswasser oder Schwitzwasser genannt – entstehen. Beim Bau von Gebäuden muss gewährleistet sein, dass dieses Tauwasser ein Bauteil nicht durchfeuchtet und damit beschädigt. Um Tauwasser zu verhindern, muss von der warmen Innenseite weniger Wasserdampf in das Bauteil gelangen als auf der kalten Außenseite entweichen kann.

Die Tauwasserberechnung nach Glaser

Benannt nach seinem Erfinder Helmuth Glaser stellt die Tauwasserberechnung nach Glaser eine vereinfachte, standardisierte Methode dar. Dabei geht man immer von folgenden Werten für die Umgebung aus:

  • Innen: 20 °C, 50 % Luftfeuchte, 8,7 g Wasser/m3
  • Außen: -10 °C, 80 % Luftfeuchte, 1,7 g Wasser/m3

Damit gibt es einen Dampfdruckunterschied zwischen innen und außen. Durch die Diffusion gelangt der Dampf, also die Feuchtigkeit, durch die verschiedenen Schichten der Wand oder des Daches von innen nach außen. Damit die Feuchtigkeit ohne Tauwasserausfall durch die Wand oder das Dach nach außen gelangen kann, müssen die einzelnen Bauteilschichten unterschiedliche Widerstände aufweisen. Deshalb werden auf der warmen Seite Baustoffe mit hohem Diffusionswiderstand verwendet und auf der kalten Seite Material mit geringem Diffusionswiderstand. Der Aufbau muss also innen (diffusions-)dichter sein als außen. So gelangt die Feuchtigkeit nach außen, ohne dass sie an eine kühlere Bauteilschicht gelangt, an der sie kondensieren würde.

Ob ein Bauteil kapillar ist, spielt bei der Tauwasserberechnung nach Glaser keine Rolle. Hier werden nur Klimabedingungen in den einzelnen Schichten betrachtet und analysiert, ob an diesen Stellen Tauwasser ausfällt. Die kapillare Wirkung wird in wesentlich komplexeren Bauphysik-Programmen, beispielsweise WUFI, in hygrothermischen Simulationen berücksichtigt. Mit dieser Art Software lassen sich zum Beispiel auch Nachweise für Flachdachkonstruktionen führen, welche eher nicht diffusionsoffen sind und bei denen im Sommer eine Rücktrocknung nach innen auftritt. Das SWISS KRONO Berechnungstool für Tauwasserausfall ermöglicht aber eine zuverlässige Einschätzung, ob Tauwasser bei der gewählten Konstruktion ausfällt oder nicht. Dazu werden für die Berechnung mehrere Werte herangezogen:

  • Wasserdampfdiffusionswiderstandswert (µ): Dampfwiderstand des Bauteils
  • sd-Wert: zielt auf die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke, wird aus dem Dampfwiderstand (µ) und der Dicke (d) des Produktes in Metern berechnet (µ x d), Beispiel: Hat ein Produkt einen sd-Wert von 5 m, dann entspricht dies dem Widerstand einer 5 m dicken Luftschicht.
  • Wärmeleitwert (λ): Fähigkeit eines Materials Wärmeenergie zu durchzuleiten in (W/mK)
  • Dampfdruck: Wasserdampfdruck in der Bauteilschicht in PA. Der Ist-Wert ist der berechnete Wert der Bauteilschicht. Der Satt-Wert bzw. Dampfsättigungswert gibt an, ab wann Tauwasser ausfällt. Wenn der Ist-Wert größer oder gleich dem Satt-Wert ist wird „Tauwasserausfall“ angezeigt.
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